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Grüne Verluste in Green City Freiburg: Eine linke Wahlanalyse der Landtagswahl 2021 in der grünen Hochburg Freiburg

Foto Wahlanalyse Freiburgvon Roberto del Aurel, 28.März 2021

Die GRÜNEN bauen in Baden-Württemberg ihre Hegemonie aus, beginnen jedoch, ihr klassisches progressiv-akademisches Milieu zu verlieren. Die LINKE kann in Freiburg sowohl im jungen akademischen, als auch im sozial prekären Milieu stark zulegen.

Die Landtagswahl 2016 war historisch: Die CDU (27%) erlitt die zweite heftige Niederlage gegen Kretschmanns GRÜNE, und verlor ein Drittel ihrer vorigen Stimmen. Die SPD (12,7 %) rutschte beinahe in die Bedeutungslosigkeit, und musste wieder in die Opposition wechseln. Gleichzeitig erzielte die AFD (15,1%, ihr bisher bestes Ergebnis in Westdeutschland) einen schockartigen Erfolg. Sie wurde aus dem Stand drittstärkste Kraft, und gewann die Direktmandate in Mannheim und Pforzheim. Der Wahlkampf war damals aufgeladen von den Auseinandersetzungen mit der AFD und den rassistischen Diskursen, die bundesweit von CDU, AFD und FDP angetrieben worden waren. Als Folge, fiel die Wahlbeteiligung (71%) historisch hoch aus – was man für die aktuelle Landtagswahl 2021, wo die Wahlbeteiligung wieder auf ein niedriges Niveau (63,8%)  fiel, im Hinterkopf behalten sollte.

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Wahlauswertung Thüringen

72384292_2358246977563475_6697775342314061824_nVor der Auswertung, das wichtigste: Wir danken erst einmal allen GenossInnen, die dieses tolle Wahlergebnis ermöglicht haben. Es war nur möglich, weil wir als LINKE alle (wieder) an einem Strang gezogen haben.

Vorgeschichte und Ausgangslage

Nach den Landtagswahlen in Thüringen im Jahre 2009 gab es eine rot-rot-grüne Mehrheit im Landtag. Doch die Bundes-SPD hatte schon vorher beschlossen, dass eine Koalition mit der LINKEN ausgeschlossen ist, wenn man dabei der kleine Koalitionspartner ist. So begab sich die SPD unter dem Widerstand der Jusos in eine Koalition mit der CDU und verlängerte deren seit 1990 andauernde Regierungszeit um weitere 5 Jahre. Im Laufe dieser 5 Jahre entschied die SPD, dass künftig die Wahl eines LINKEN Ministerpräsidenten akzeptabel sei. So wurde denn schon der Wahlkampf 2014 mit einer klaren Perspektive auf r2g geführt. SPD, Grüne und LINKE betrachteten sich als Konkurenten, nicht als Gegner. Die LINKE stellte vor dem Wahlkampf fest, dass Bodo als Politiker in Thüringen bekannter ist als alle anderen und auch beliebter als die Partei selbst. Aus diesem Umstand wurde die Konsequenz gezogen den Wahlkampf ganz auf Bodo als zukünftigen Ministerpräsidenten auszurichten. Weiterlesen